Pressekritik 16.07.26 Taunus Nachrichten
,,60 ist das neue 40" - Lachen übers Altern
,,60 ist das neue 40" - Lachen übers Altern
Königstein (ee) Roberto Capitoni, der schwäbisch-italienische Comedian beschreibt in seinem neunten Programm ,,60 ist das neue 40" das Älterwerden und die damit verbundenen Strapazen des Alltags. Vergangene Woche präsentierte er sein aktuelles Comedy-Programm im Rahmen des König-steiner Event-Sommers in der Hubert-Faß-bender-Anlage.
Früher, erzählt er, habe man samstagabends nach dem Baden ,,Wetten, dass..?" geschaut, sei mit dem Bonanza-Rad - über dessen Farbwahl sich die Meinungen bis heute unterscheiden - durch die Straßen gefahren, habe Musik auf der damals neuesten Technik, der Schallplatte, gehört und im Auto stangenweise passiv mitgeraucht. Heute, mit 64 Jahren, betrachte er die Welt etwas anders.
Der Körper werde älter, die Zeitschriften, die man
lese, enthielten plötzlich Gesundheitstipps statt nackter Haut, und auch die E-Mails, die sich im Postfach ansammelten, drehten sich zunehmend um Vorsorge und Wohlbefinden.
Nicht nur der Körper verändere sich. Mit zunehmendem Alter entwickelten sich auch Ei-genheiten, die man an sich selbst neu entdecke - etwa der eigene Geräuschpegel. Beim Hinsetzen, Aufstehen oder Hinlegen begleiteten ein Achzen oder Stöhnen inzwischen fast jede Bewegung, häufig gefolgt vom vertrauten Knacken der Gelenke. Auch das unbewusste Summen oder Pfeifen geliebter wie ungeliebter Lieder sei ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Zahl der Lebensjahre steige. Kurzum: Das Alter macht vor niemandem Halt - entscheidend ist nur, wie man damit umgeht.
Älter wird jeder.
Mit viel Humor zeigt Capitoni auf, was viele Menschen als Last empfinden und was doch früher oder später jeden einholt. Mit einem Augenzwinkern nimmt er sein Publikum mit auf eine Reise von der Nostalgie bis in die Gegenwart, streift dabei Klischees über Italiener und Schwaben, erzählt vom Alltag, vom Älterwerden von Frauen und Männern und von den kleinen Absurditäten des Lebens.
Durch Audio-Einspieler, spontane Nachfragen und die aktive Einbindung der Zuschauer sorgt er dafür, dass das Publikum selbst Teil des Programms wird.
Nach dem offiziellen Ende seines Auftritts bedankte sich das Publikum mit lang anhaltendem Applaus, der mit einer Zugabe belohnt wurde. Im Anschluss hatten Interessierte die Möglichkeit, Capitonis Buch persönlich signieren zu lassen - inklusive eines Paars bunt gestalteter Socken, die der Künstler selbst entworfen hat.
,,Alter" Hase auf der Bühne.
Seit inzwischen 45 Jahren steht Roberto
Capitoni auf der Bühne. Unzählige Geschichten über sich selbst, seine Familie oder seinen legendären Onkel Luigi hat er im Laufe seiner Karriere erzählt - und ständig kommen neue hinzu. Gelacht werden darf über die kleinen und großen Absurditäten des All-tags, über nationale und internationale Kli-schees, über Frauen und Männer sowie über Situationen, in denen sich jeder irgendwann einmal wiederfindet.
Comedy sei für ihn der gemeinsame Nenner eines Publikums, dessen Mitglieder den Tag ganz unterschiedlich erlebt hätten und mit den verschiedensten Gefühlen in eine Vorstellung kämen. Genau deshalb sei Komik eine Kunstform, die von Spontanität und Individualität lebe. Jeder Abend sei anders, weil auch jedes Publikum anders reagiere und das Programm entsprechend angepasst werden könne.
Doch auch Humor kenne Grenzen. Bei verlet-zenden, grenzüberschreitenden oder herabwürdigenden Witzen höre für ihn der Spaß auf. Ein respektvoller Umgang miteinander sei ihm bei aller Komik besonders wichtig.
Begonnen hat seine Bühnenkarriere eher zu-fällig. Alles nahm seinen Anfang mit einem Auftritt auf der Pantomimenbühne seiner damaligen Freundin - der Start einer Karriere, die ursprünglich gar nicht geplant war. Auf die Frage, was er heute beruflich machen würde, wenn seine Ex-Freundin ihn damals nicht auf die Bühne gebracht hätte, antwortet er lachend, er wäre vermutlich Schlagzeuger seiner Punkband geblieben und hätte die Musik weiterverfolgt.
Nach seiner Teilnahme an der vom WDR ausgestrahlten Sendung ,,Sprungbrett" entwickelte sich sein erstes Netzwerk in der Come-dy-Szene. Weitere Engagements beim WDR folgten, wo er auch seine Kollegen der ,,Niegelungen" kennenlernte, mit denen er bis heute regelmäßig gemeinsam auftritt.
Persönlicher geht's nicht.
Sein neuntes Solo-Programm bezeichnet Ca-pitoni als eines seiner persönlichsten. Mit zunehmendem Alter komme auch die Reflexion über das Leben, die Vergangenheit und al-les. was dazugehört. Seine Art der Unterhaltung beschreibt er selbst als ,,Lagerfeuer-Co-medy*: Geschichten, die nahbar, persönlich und mit viel Wärme erzählt werden, als säße man an einem lauen Sommerabend gemeinsam am Lagerfeuer. Gerade dieser vertraute Erzählstil schafft Nähe zum Publikum und macht seine Auftritte so besonders. Freunde des feinen Humors dürfen sich deshalb auch künftig auf viele weitere Abende im ,,Lager-feuer-Stil" freuen.
Königstein (ee) Roberto Capitoni, der schwäbisch-italienische Comedian beschreibt in seinem neunten Programm ,,60 ist das neue 40" das Älterwerden und die damit verbundenen Strapazen des Alltags. Vergangene Woche präsentierte er sein aktuelles Comedy-Programm im Rahmen des König-steiner Event-Sommers in der Hubert-Faß-bender-Anlage.
Früher, erzählt er, habe man samstagabends nach dem Baden ,,Wetten, dass..?" geschaut, sei mit dem Bonanza-Rad - über dessen Farbwahl sich die Meinungen bis heute unterscheiden - durch die Straßen gefahren, habe Musik auf der damals neuesten Technik, der Schallplatte, gehört und im Auto stangenweise passiv mitgeraucht. Heute, mit 64 Jahren, betrachte er die Welt etwas anders.
Der Körper werde älter, die Zeitschriften, die man
lese, enthielten plötzlich Gesundheitstipps statt nackter Haut, und auch die E-Mails, die sich im Postfach ansammelten, drehten sich zunehmend um Vorsorge und Wohlbefinden.
Nicht nur der Körper verändere sich. Mit zunehmendem Alter entwickelten sich auch Ei-genheiten, die man an sich selbst neu entdecke - etwa der eigene Geräuschpegel. Beim Hinsetzen, Aufstehen oder Hinlegen begleiteten ein Achzen oder Stöhnen inzwischen fast jede Bewegung, häufig gefolgt vom vertrauten Knacken der Gelenke. Auch das unbewusste Summen oder Pfeifen geliebter wie ungeliebter Lieder sei ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Zahl der Lebensjahre steige. Kurzum: Das Alter macht vor niemandem Halt - entscheidend ist nur, wie man damit umgeht.
Älter wird jeder.
Mit viel Humor zeigt Capitoni auf, was viele Menschen als Last empfinden und was doch früher oder später jeden einholt. Mit einem Augenzwinkern nimmt er sein Publikum mit auf eine Reise von der Nostalgie bis in die Gegenwart, streift dabei Klischees über Italiener und Schwaben, erzählt vom Alltag, vom Älterwerden von Frauen und Männern und von den kleinen Absurditäten des Lebens.
Durch Audio-Einspieler, spontane Nachfragen und die aktive Einbindung der Zuschauer sorgt er dafür, dass das Publikum selbst Teil des Programms wird.
Nach dem offiziellen Ende seines Auftritts bedankte sich das Publikum mit lang anhaltendem Applaus, der mit einer Zugabe belohnt wurde. Im Anschluss hatten Interessierte die Möglichkeit, Capitonis Buch persönlich signieren zu lassen - inklusive eines Paars bunt gestalteter Socken, die der Künstler selbst entworfen hat.
,,Alter" Hase auf der Bühne.
Seit inzwischen 45 Jahren steht Roberto
Capitoni auf der Bühne. Unzählige Geschichten über sich selbst, seine Familie oder seinen legendären Onkel Luigi hat er im Laufe seiner Karriere erzählt - und ständig kommen neue hinzu. Gelacht werden darf über die kleinen und großen Absurditäten des All-tags, über nationale und internationale Kli-schees, über Frauen und Männer sowie über Situationen, in denen sich jeder irgendwann einmal wiederfindet.
Comedy sei für ihn der gemeinsame Nenner eines Publikums, dessen Mitglieder den Tag ganz unterschiedlich erlebt hätten und mit den verschiedensten Gefühlen in eine Vorstellung kämen. Genau deshalb sei Komik eine Kunstform, die von Spontanität und Individualität lebe. Jeder Abend sei anders, weil auch jedes Publikum anders reagiere und das Programm entsprechend angepasst werden könne.
Doch auch Humor kenne Grenzen. Bei verlet-zenden, grenzüberschreitenden oder herabwürdigenden Witzen höre für ihn der Spaß auf. Ein respektvoller Umgang miteinander sei ihm bei aller Komik besonders wichtig.
Begonnen hat seine Bühnenkarriere eher zu-fällig. Alles nahm seinen Anfang mit einem Auftritt auf der Pantomimenbühne seiner damaligen Freundin - der Start einer Karriere, die ursprünglich gar nicht geplant war. Auf die Frage, was er heute beruflich machen würde, wenn seine Ex-Freundin ihn damals nicht auf die Bühne gebracht hätte, antwortet er lachend, er wäre vermutlich Schlagzeuger seiner Punkband geblieben und hätte die Musik weiterverfolgt.
Nach seiner Teilnahme an der vom WDR ausgestrahlten Sendung ,,Sprungbrett" entwickelte sich sein erstes Netzwerk in der Come-dy-Szene. Weitere Engagements beim WDR folgten, wo er auch seine Kollegen der ,,Niegelungen" kennenlernte, mit denen er bis heute regelmäßig gemeinsam auftritt.
Persönlicher geht's nicht.
Sein neuntes Solo-Programm bezeichnet Ca-pitoni als eines seiner persönlichsten. Mit zunehmendem Alter komme auch die Reflexion über das Leben, die Vergangenheit und al-les. was dazugehört. Seine Art der Unterhaltung beschreibt er selbst als ,,Lagerfeuer-Co-medy*: Geschichten, die nahbar, persönlich und mit viel Wärme erzählt werden, als säße man an einem lauen Sommerabend gemeinsam am Lagerfeuer. Gerade dieser vertraute Erzählstil schafft Nähe zum Publikum und macht seine Auftritte so besonders. Freunde des feinen Humors dürfen sich deshalb auch künftig auf viele weitere Abende im ,,Lager-feuer-Stil" freuen.
29.01.2026
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